Kino Lumière Universitätsmedizin Göttingen
Veranstalter
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

Förderer
Universitätsmedizin Göttingen

Kooperation
Kino Lumière

Organisation
Dr. Sabine Wöhlke
Dr. des. Solveig Lena Hansen

Kontakt
Verena Klar
Als ‚Anatomie‘ wird der Aufbau des menschlichen Körpers bezeichnet. Auch wenn nur wenige Medizintechniken direkt in diese Anatomie eingreifen, so betreffen doch alle den menschlichen Körper. Die Bioethik setzt sich mit der Bewertung von Eingriffen in den Körper und ihren Folgen auseinander. Dabei kommen verschiedene, oft schwer zu vereinbarende Maßstäbe in den Blick: die individuelle Selbstbestimmung, aber auch das ärztliche Berufsethos sowie gesellschaftliche Chancen und Risiken. Hier haben bioethische Konflikte über den Umgang mit dem menschlichen Körper zugleich eine ganz eigene ‚moralische Anatomie‘, indem das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abgewogen wird. Diese Eingriffe werden jedoch nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Familie, in Selbsthilfegruppen und den Medien diskutiert.

Die Filmreihe Ethics’ Anatomy beschäftigt sich mit diesen Diskussionsformen und der „moralischen Anatomie“ von Biotechnologien. Die gezeigten Spiel- und Dokumentarfilme bieten einen Zugang zur Erörterung bioethischer Fragen, die letztlich uns alle angehen. Sie sollen die Bioethik für einen gesellschaftlichen Dialog öffnen, der BürgerInnen, Betroffene und PatientInnen einbezieht.

Die Filmreihe ist eine Fortsetzung der von uns initiierten Filmreihe Komplexe Konflikte – Bioethik im Film und in öffentlichen Diskursen, die 2012/2013 durchgeführt wurde und 2013 mit dem Preis des Stiftungsrates der Universität Göttingen ausgezeichnet wurde. In beiden Reihen wurden Filme diskutiert, deren Themen nicht nur die theoretische Wissenschaft betreffen, sondern sich immer auch auf die konkrete Lebensrealität von Menschen beziehen.

Das Rahmenprogramm umfasst jeweils eine kurze Einführung sowie eine Podiumsdiskussion nach dem Film, die immer für das Publikum geöffnet wird. Auf diese Weise verbinden wir unsere Forschungsthemen mit unserem Anliegen, einen informierten und öffentlichen Diskurs über Bioethik zu führen, der Betroffenen- und Laienperspektiven einbezieht und Filme als innovativen Diskussionsimpuls und kulturelle Reflexion versteht.


Göttingen 2015
Dr. Sabine Wöhlke / Dr. des. Solveig Lena Hansen


Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und inhaltlichen Schwerpunkten des Göttinger Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin finden Sie unter: www.egm.med.uni-goettingen.de.


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